FAZ plus ArtikelUngenutzter Corona-Impfstoff

Macht Gerechtigkeit beim Impfen Deutschland langsam?

Von Kim Björn Becker, Reinhard Bingener, Stefan Locke und Rüdiger Soldt
02.03.2021
, 21:25
Die Kühlschränke der Impfzentren sind voll, doch die Impfquote bleibt mäßig. Wie stark bremst das Ziel der gerechten Impfstoffverteilung Deutschland gerade aus? Die Situation in den Bundesländern ist sehr unterschiedlich.

Der Impfstoff gegen Corona ist da, doch der Weg des Mittels in die Oberarme der Republik erweist sich zunehmend als Problem. Wie groß es ist, zeigten die jüngsten Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums und des Robert-Koch-Instituts. Demnach wurden bis einschließlich Montag zwar insgesamt knapp 8,8 Millionen Dosen der drei zur Zeit in der Europäischen Union verfügbaren Impfstoffe geliefert. Jedoch wurden bislang nur 2,2 Millionen Zweitimpfungen verabreicht, die für einen größtmöglichen Schutz erforderlich sind.

Rechnet man die gut 4,2 Millionen Menschen hinzu, die bislang lediglich die erste Spritze bekommen haben, dann sind 6,4 Millionen Dosen der gelieferten Impfstoffe bereits verabreicht worden. Das klingt nach guten Werten, aber fehlt da nicht etwas? Übrig bleiben in der Tat weitere gut 2,4 Millionen Dosen, die derzeit auf Halde liegen dürften und für die es in der Gesamtbevölkerung vermutlich mehr als genug willige Abnehmer gibt.

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Quelle: F.A.Z.
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