Kinderimpfung

Ein wichtiger Schritt

EIN KOMMENTAR Von Thomas Holl
13.12.2021
, 21:09
Impfen gegen dass Virus: Der Piks für jüngere Kinder ist jetzt möglich.
Das Warten hat für viele Eltern ein Ende. Dass nun die Impfung auch jüngerer Kinder beginnt, ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die Pandemie.
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Für viele Eltern ist es eine große Erleichterung, dass nach Wochen der Ungewissheit und des Wartens nun auch Kindern unter zwölf Jahren die Impfung gegen Corona angeboten wird. Zwar hat sich die Ständige Impfkommission (STIKO) nicht zu einer allgemeinen Empfehlung für diese Altersgruppe durchringen können, sondern dies nur für Kinder mit Vorerkrankungen oder mit regelmäßigem Kontakt zu Risikopatienten in der Familie getan. Aber die Impfung nach Beratung durch den Kinderarzt und nach Absprache mit den Eltern zu ermöglichen, ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die Pandemie.

Es ist zwar ein richtiger Hinweis von STIKO-Mitgliedern, dass gesunde Kinder nicht immunisiert werden sollten, um die Corona-Wellen zu brechen, die ungeimpfte Erwachsene verantworten müssen. Die psychosozialen Folgen für viele Kinder, die wie in Sachsen wegen Infektionsausbrüchen in Schulen wieder zu Hause bleiben müssen, sind jedoch gravierend. Wenn sich der Verdacht bewahrheiten sollte, dass die infektiösere Omikron-Variante zu deutlich mehr erkrankten Kindern führt, wird sich die Einschätzung des Nutzens der Impfung ohnehin ändern. Zur Verunsicherung vieler Eltern, die ja die Impfentscheidung treffen müssen, hat auch die Bemerkung des STIKO-Vorsitzenden Thomas Mertens beigetragen, er würde seine Kinder nicht impfen lassen. Ein Satz, den der Wissenschaftler inzwischen als Fehler bedauert.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Holl, Thomas
Thomas Holl
Redakteur in der Politik.
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