FAZ plus ArtikelAstra-Zeneca-Impfung

„Mit 40 Prozent Nebenwirkungen hatten wir nicht gerechnet“

Von Reinhard Bingener, Hannover
18.02.2021
, 16:10
Kurz nach der Impfung mit dem Astra-Zeneca-Wirkstoff waren in seiner Braunschweiger Klinik von 88 Beschäftigten 37 kurzzeitig arbeitsunfähig. Warum er die Impfung dennoch empfiehlt, erklärt der Ärztliche Direktor Karl-Dieter Heller im Interview.

Herr Professor Heller, in Ihrer Braunschweiger Klinik gab es viele Krankmeldungen nach der Impfung mit dem Astra-Zeneca-Produkt. Was genau ist passiert?

Wir hatten für den Donnerstag der vergangenen Woche die erste Gruppe unserer Mitarbeiter aus der ersten Prioritätsgruppe einbestellt. Bei dem Termin wurden insgesamt 88 Beschäftigte geimpft. 37 von ihnen waren dann am Freitag arbeitsunfähig erkrankt. Die Betroffenen klagten über Schüttelfrost, Gliederschmerzen, Muskelschmerzen, Durchfall und Fieber bis zu 41 Grad Celsius, also grippeähnliche Symptome. Das hatte ein Ausmaß, dass davon schon fast der Betrieb auf der Station und im OP beeinträchtigt war. Ich will aber hinzufügen: Am Montag waren alle wieder arbeitsfähig. Die meisten fühlten sich schon am Samstag wieder gut. Niemand hat Schaden genommen.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Bingener, Reinhard
Reinhard Bingener
Politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.
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