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Was kommt nach der Inzidenz?

Von Kim Björn Becker
10.08.2021
, 08:07
Berlin im Juni 2021: Menschen stehen mit Mund-Nasen-Schutz Schlange, um ein Geschäft zu betreten.
Welche Zahlen sollen in Zukunft über die Corona-Politik entscheiden? Bund und Länder wollen das neu verabreden, doch die Auswahl ist groß. Fachleute haben verschiedene Vorschläge gemacht. Ein Überblick über die wichtigsten Konzepte.
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Über Monate war die Inzidenz der Taktgeber der deutschen Corona-Politik. Sie diktierte erst Lockdowns, dann Lockerungen. Die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungen mit dem Coronavirus, angegeben stets heruntergerechnet auf 100.000 Einwohner und für einen Zeitraum von einer Woche, befreite Bund und Länder von dem Vorwurf, in der Pandemie willkürlich vorzugehen. In Gestalt der Inzidenz hatte von der Bundeskanzlerin bis zum Landrat jeder einen Indikator an der Hand. Stieg der Wert, musste verschärft werden. Sank er, konnte man lockern. Zu klären waren allein die Schwellenwerte. Doch ausgerechnet mit den Impfungen ist diese Sicherheit vorbei.

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An diesem Dienstag wollen Bund und Länder bei ihrem Spitzentreffen darüber sprechen, ob die Inzidenz ihre Rolle als Metronom der Krise behalten kann. Erste Vorschläge für das weitere Vorgehen gibt es vor dem Treffen schon. Weil die Impfung gut vor schweren Krankheitsverläufen schützt, verändert die Impfquote die alte Gleichung. Je mehr Menschen gegen das Virus geimpft sind – bis Montag haben sich knapp 55 Prozent der Menschen in Deutschland vollständig immunisieren lassen –, desto höher könnte die Inzidenz klettern, bis es auf den Intensivstationen wieder eng wird.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Becker, Kim Björn
Kim Björn Becker
Redakteur in der Politik.
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