FAZ plus ArtikelCorona-Beschränkungen

Was es mit der 15-Kilometer-Regel auf sich hat

Von Marlene Grunert und Stefan Locke, Dresden
07.01.2021
, 11:43
Die 15-Kilometer-Regel soll die Ausbreitung des Virus in Hotspots aufhalten. Den Anfang machte Sachsen. Warum 15 Kilometer, und was ist mit den Grundrechten? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Anfang Januar beschlagnahmte die Polizei in Oberwiesenthal das Auto eines Mannes aus dem Landkreis Zwickau. Zum wiederholten Mal seit dem Beginn des Lockdowns war er ihr in dem Erzgebirgsort aufgefallen. Gemeinsam mit zwei Dutzend weiteren Personen habe er die „winterlichen Straßenverhältnisse für rasante Fahrmanöver genutzt“, teilten die Beamten mit.

Weil „rasante Fahrmanöver“ darüber hinaus nicht zu den triftigen Gründen zählen, deretwegen die Sachsen seit Mitte Dezember ihre Wohnung verlassen dürfen, und der Mann zudem die 15-Kilometer-Regel der Corona-Schutzverordnung verletzt hatte, zeigten ihn die Beamten auch deshalb an und drohten mit mindestens 60 Euro Bußgeld.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Grunert, Marlene
Marlene Grunert
Redakteurin in der Politik.
Autorenporträt / Locke, Stefan
Stefan Locke
Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.
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