Nach EU-Empfehlung

Wissing für Ende der Maskenpflicht in Flugzeugen, Bussen und Bahnen

12.05.2022
, 15:45
Ein Aufkleber mit der Aufschrift „Bitte Mund-Nase-Bedeckung tragen“ an einer Glasscheibe im Stuttgarter Hauptbahnhof, aufgenommen am 31.März 2022
Die EU hat ihre Empfehlungen zur Maskenpflicht in Flugzeugen gelockert. Deshalb sieht der Verkehrsminister Anpassungsbedarf auch bei Bussen und Bahnen. Laut WHO gab es in Europa bislang mehr als zwei Millionen Corona-Tote.
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Bundesverkehrsminister Volker Wissing hat sich für ein Ende der Corona-Maskenpflicht in öffentlichen Transportmitteln ausgesprochen. Es bestehe in Deutschland dringender Anpassungsbedarf, sagte der FDP-Politiker am Donnerstag. Er bezog sich darauf, dass EU-Behörden ihre Empfehlungen zu einer generellen Maskenpflicht in Flugzeugen gelockert haben. „Wir sollten hier europaweit einheitlich vorgehen und die Maskenpflicht aufheben, insbesondere im Flugverkehr“, sagte Wissing. „Denselben Anpassungsbedarf sehe ich auch für die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen.“

Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC und die Europäische Luftsicherheitsagentur EASA hatten mitgeteilt, ihre Empfehlungen zum Corona-Schutz im Luftverkehr zu lockern. Unter anderem fällt von diesem Montag an eine generelle Empfehlung zum verpflichtenden Tragen medizinischer Masken in Flughäfen und Flugzeugen weg. Wenn am Abflugort oder am Ziel eine staatliche Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr besteht, sollte dies laut Empfehlung aber weiterhin auch an Bord der Maschinen gelten. Die deutsche Luftfahrtbranche forderte daraufhin eine Abschaffung der Pflicht in Deutschland.

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In Frankreich fällt Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln

Die bundesweite Maskenpflicht in Flugzeugen – und auch in Fernzügen – ist im Infektionsschutzgesetz vorerst bis 23. September festgelegt. Auch im Nahverkehr mit Bussen und Bahnen gilt Maskenpflicht, die die Länder anordnen. Mit Blick auf die Empfehlungen der EU-Behörden hatte das Bundesgesundheitsministerium erläutert, dass die nationalen Behörden über die Maskenpflicht entscheiden. Sie gelte daher weiter auf allen innerdeutschen Strecken sowie Flügen, die in Deutschland starten oder landen. Ausgenommen sind Kindern unter sechs Jahren.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist abermals leicht gesunken. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab den Wert am Donnerstagmorgen mit 502,4 an. Am Dienstag hatte die Inzidenz bei 507,1 gelegen, vor einer Woche bei 566,8. Der Wert beziffert die Zahl der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner in einer Zeitspanne von sieben Tagen.

In Frankreich wurde bereits beschlossen, dass die Pflicht zum Tragen einer Maske in öffentlichen Verkehrsmitteln enden soll. Wie der französische Gesundheitsminister Olivier Véran am Mittwoch sagte, tritt die Änderung zu Beginn der kommenden Woche in Kraft. Dennoch werde empfohlen, eine Maske zu tragen. Die Gesundheitslage habe sich verbessert, doch die Corona-Pandemie sei noch nicht vorbei. Der Inzidenzwert, also die gemeldeten Ansteckungen mit dem Coronavirus innerhalb einer Woche auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, lag in Frankreich zuletzt bei etwa 405.

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Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Donnerstag in Kopenhagen mitteilte, hat die Zahl der Corona-Toten in Europa seit Beginn der Pandemie die Schwelle von zwei Millionen überschritten. Demnach meldeten die 53 Länder und Gebiete, für die das WHO-Regionalbüro für Europa zuständig ist, insgesamt 2.002.058 Todesfälle an die Weltgesundheitsorganisation.

Nach Angaben der WHO wurden in der Europa-Region seit Pandemie-Beginn vor mehr als zwei Jahren insgesamt auch über 218 Millionen Infektionsfälle erfasst. Zur Europa-Region der WHO gehören auch stark betroffene Länder wie Russland und einige zentralasiatische Länder.

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Nach einem Anstieg der Infektionszahlen bis Mitte März werden inzwischen überall in Europa sinkende Zahlen gemeldet. Die Zahl der Neuinfektionen und Todesfälle ist in den vergangenen sieben Tagen um rund ein Viertel zurückgegangen.

Wie der amerikanische Präsident Joe Biden am Donnerstag bekanntgab, haben die Vereinigten Staaten als erstes Land der Welt die Schwelle von einer Million Corona-Toten überschritten. Biden rief angesichts dieses „tragischen Meilensteins“ in einer Erklärung dazu auf, im Kampf gegen die Pandemie nicht nachzulassen und „alles zu tun, um so viele Leben wie möglich zu retten“. Dafür stünden mehr Tests, Impfstoffe und Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung als jemals zuvor.

Quelle: dpa/AFP
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