FAZ plus ArtikelDas Schicksal der CDU

Weder Sammlung noch Rechtspartei

Von Jasper von Altenbockum
Aktualisiert am 26.02.2020
 - 20:58
Bundeskanzlerin Angela Merkel, damals noch Parteivorsitzende, 2017 im Konrad-Adenauer-Haus, der CDU-Parteizentrale in Berlin.
Wohin bewegt sich die CDU? Ein Brief Konrad Adenauers könnte die Konservativen, die sich auch schon nach 1945 vernachlässigt fühlten, wieder mit ihrem Schicksal versöhnen.

Wer versucht, die CDU als Volkspartei zu verstehen, kommt an einem Brief Konrad Adenauers nicht vorbei. Er ist so aktuell, dass man meinen könnte, er sei an die heutigen Protagonisten gerichtet. Denn das, was Adenauer im Januar 1946 an Hans Schlange-Schöningen nach der „Herforder Tagung“ der rheinischen und westfälischen CDU schrieb, drehte sich um die Frage, ob die CDU eine „Sammlungspartei“ werden sollte, eine „Rechtspartei“ oder beides – oder etwas ganz anderes.

Schlange-Schöningen hatte wie Adenauer schon in der Weimarer Republik politisch Karriere gemacht. Er war Mitglied der DNVP, der Deutschnationalen Volkspartei, die monarchisch-völkisch gesinnt war, sich aber unter dem Einfluss ihrer Fraktion im Reichstag, zu der Schlange-Schöningen gehörte, zu einem „pragmatischen Republikanismus“ durchringen konnte.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Altenbockum, Jasper von (kum.)
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Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.
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