FAZ plus ArtikelDebatte über Öffnungen

Merkels neue Tonlage

Von Eckart Lohse, Berlin
26.02.2021
, 17:23
Wenn RKI-Präsident Wieler vom „Freitesten“ spricht, klingt das noch zurückhaltender als bei der Kanzlerin. Ihre jüngsten Äußerungen zu Lockerungen der Corona-Maßnahmen zeigen: Das Wahljahr hat begonnen.

Am Freitag sprach der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI) eine Warnung aus. Er dämpfte die Erwartung, dass man sich „freitesten“, sich also nach einem negativen Corona-Test völlig frei bewegen könne. Denn auch ein negatives Testergebnis schließe eine Infektion nicht aus, sagte Lothar Wieler.

Grundsätzlich ist seine Analyse nicht weiter aufregend, weil weitgehend bekannt. Bemerkenswert war seine Bemerkung gleichwohl, denn am Tag zuvor war in der F.A.Z. ein Interview mit Angela Merkel erschienen, in dem die Bundeskanzlerin das ungewöhnliche Wort ebenfalls verwendet hatte, nur nicht als Warnung: „Eine intelligente Öffnungsstrategie ist mit umfassenden Schnelltests, gleichsam als Freitesten, untrennbar verbunden.“

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Lohse, Eckart
Eckart Lohse
Leiter der Parlamentsredaktion in Berlin.
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