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Bevölkerungsentwicklung

Das neue Deutschland

EIN KOMMENTAR Von Nikolas Busse
12.07.2022
, 06:32
Grundschüler in Hannover Bild: dpa
Fast jedes zweite Kind unter zehn Jahren hat inzwischen einen Migrationshintergrund. Das wird die deutsche Gesellschaft verändern, aber ihre Integrationskraft wird unterschätzt.
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Dass inzwischen fast jedes zweite Kind unter zehn Jahren einen Migrationshintergrund hat, wird niemanden überraschen, der Grundschulen in deutschen Großstädten kennt. In Frankfurt oder anderswo gibt es nicht mal mehr in den Hipster-Vierteln, in die das grüne Bürgertum aus Angst vor mehrsprachigen Klassen zieht, eine kulturell homogene Schülerschaft. Auch auf den Gymnasien bleiben die deutschen Kinder nicht unter sich.

Unter radikalen Rechten befördern solche Statistiken seit langem Untergangsängste, die AfD lebt davon. Man sollte allerdings nicht vergessen, dass Einwanderung verschiedenster Art seit langem gefördert wurde: von Aussiedlern über Gastarbeiter bis zur EU-Freizügigkeit. Die Asylbewerber, die 2015 ff. kamen, waren nur insofern eine Ausnahme, als dieser Zuzug nicht gesteuert war.

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Nicht genug deutsche Kinder

Im Kern liegt das Problem bei den Deutschen selbst. Sie sind nicht gewillt, die Kinder auf die Welt zu bringen und großzuziehen, die nötig sind, um ihren Lebensstandard zu halten.

Das wird die Gesellschaft künftig ohne Zweifel verändern. Aber hier gibt es Licht und Schatten: den Bundesminister mit ausländischen Wurzeln genauso wie den Problemkiez in Berlin. Insgesamt wird die Integrationskraft Deutschlands eher unterschätzt, wie ein Blick in andere westliche Länder zeigt – und der Alltag in vielen deutschen Orten.

Quelle: F.A.Z.
Nikolas Busse
Verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.
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