FAZ plus ArtikelFridays for Future und Corona

Plötzlich im Abseits

Von Johanna Christner
24.04.2020
, 12:02
Sehnsucht nach Protest: Ein Aktivist von Fridays for Future legt Schilder und Plakate während einer Aktion auf dem Rathausmarkt in Hamburg aus.
Die Klimaschutzbewegung Fridays for Future hat gezeigt: Protest auf der Straße kann die Welt bewegen. Jetzt müssen Demonstranten neue Wege finden. Gar nicht so einfach.

Carla Reemtsma ist etwas genervt. Die 22 Jahre alte Studentin aus Münster ist eines der prägenden Gesichter von Fridays for Future. „Wir müssen erst über Versammlungsfreiheit sprechen, bevor wir über die globale Erderwärmung sprechen können“, sagt sie. Reemtsma hat dazu eine klare Meinung: Die demokratischen Grundwerte sieht sie in der Pandemie angegriffen. Gerade in einer solchen Krise sei es wichtig, protestieren zu können: „Derzeit wird entschieden, welche Gelder wohin fließen und wie unsere Welt nach Corona aussehen wird“, sagt Reemtsma. „Da dürfen nicht nur Vorstandsvorsitzende und Menschen mit heißem Draht zur Regierung gehört werden.“

Die Versammlungsfreiheit ist in Deutschland ein hohes Gut. Wie also damit umgehen, wenn dieses Grundrecht eingeschränkt ist?

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Autorenporträt / Christner, Johanna
Johanna Christner
Redakteurin im Ressort „Deutschland und die Welt“.
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