<iframe title="GTM" src="https://www.googletagmanager.com/ns.html?id=GTM-WBPR4W&gtm_auth=3wMU78FaVR9TNKtaXLbV8Q&gtm_preview=env-23&gtm_cookies_win=x" height="0" width="0" style="display:none;visibility:hidden"></iframe>
FAZ plus ArtikelStuttgarter Gelbwesten

Die Diesel-Wutbürger

Von Rüdiger Soldt, Stuttgart/Backnang
 - 16:09
zur Bildergalerie

Es gibt in Stuttgart noch Menschen, die Diesel im Blut haben. Am Freitagabend sitzen einige von ihnen im Restaurant „Letzte Instanz“ zusammen. Schwäbisch-mediterrane Küche, für DJs gibt es eine Kanzel. Zwischen dem Restaurant und dem Werkseingang 2 des Daimler-Werks in Untertürkheim liegen nur ein Kreisverkehr und knapp 1500 Meter. Fünf Männer haben sich zu ein paar Weizenbieren versammelt. Einer ist Ruheständler, einer hat eine Veranstaltungsagentur, die anderen arbeiten bei Daimler. Es geht um den OM654, den modernen Diesel-Motor von Mercedes, und natürlich um die vierte Demo gegen Fahrverbote am nächsten Tag.

Das Treffen ist eine Mischung aus Stammtisch und Demo-Vorbereitungsrunde. „Diese Fahrverbote sind ein Anschlag auf die Demokratie. Wenn du die Demos gegen Fahrverbote aber mit denen gegen Stuttgart 21 vergleichst, dann muss ich sagen, dass die Gelbwesten noch völlig unbedarft sind“, sagt Jürgen Heyl. Bei den Bahnhofsgegnern sei jede Minute durchgetaktet, bei den Diesel-Wutbürgern laufe es chaotisch. „Da musst du höllisch aufpassen, jetzt kommen sie alle von der CDU und AfD und wollen uns die Wurst vom Teller ziehen“, sagt Serkan Senol, ein Daimler-Betriebsrat.

Testen Sie unsere Angebote.
Jetzt weiterlesen

Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

FAZ.NET komplett

: Neu

F.A.Z. Digital

F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

Diesen und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+

Quelle: F.A.Z.
Rüdiger Soldt
Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.
  Zur Startseite
Ähnliche ThemenGelbwestenCDUStuttgartDaimlerWinfried KretschmannAfDDieselStuttgart 21