FAZ plus ArtikelOrganspenden

Es hakt in den Krankenhäusern

Von Kim Björn Becker
Aktualisiert am 05.08.2020
 - 06:59
Eine Lebertransplantation im Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Nicht nur die Einstellung der Bevölkerung, sondern Engpässe in Krankenhäusern sind der Grund für die geringe Zahl der Organspenden. Die Politik hat daraus Konsequenzen gezogen – aber die wirken bisher kaum.

Die jüngsten Zahlen waren überraschend gut. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres verzeichnete die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) ganze 487 Spender, die nach dem Tod ihre Organe zur Verfügung stellten. Trotz Corona waren das etwa sieben Prozent mehr als zwischen Januar und Juni des Vorjahres. Die Zahl der entnommenen Organe stieg folglich auch, wenn auch nur um drei Prozent auf 1557. Es geht vor allem um Nieren, Lebern, Lungen, Herzen und Bauchspeicheldrüsen.

Von einer „sehr positiven Entwicklung“ spricht Axel Rahmel, der Medizinische Vorstand der Frankfurter Stiftung. Die Organisation begleitet jede Organentnahme in Deutschland. Auch der Bundesgesundheitsminister nimmt die steigenden Spendezahlen erfreut zur Kenntnis. Man müsse, sagte Jens Spahn (CDU) Anfang Juni, den „Rückenwind aus der Debatte um die Organspende nutzen“.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Becker, Kim Björn
Kim Björn Becker
Redakteur in der Politik.
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