FAZ plus ArtikelSeehofer und Merkel

Die Mutti aller Probleme

EIN KOMMENTAR Von Jasper von Altenbockum
06.09.2018
, 17:50
Horst Seehofers „Mutter aller Probleme“ klingt fatal nach „Mutti aller Probleme“. Dahinter steckt die Mutter aller Fragen. Die Unionsfraktion muss schon bald darauf eine Antwort geben. Ein Kommentar.

Wer wollte Horst Seehofer widersprechen, wenn er sagt, dass es eine Partei rechts der Union gebe und einen mangelnden Rückhalt der Volksparteien in der Gesellschaft? Auch seine Feststellung, Deutschland sei ein „gespaltenes Land“, ist nicht aus der Luft gegriffen. Um das zu beweisen, reicht ja schon ein Satz: die Migrationsfrage sei die „Mutter aller politischen Probleme in diesem Land“. Da muss man dem CSU-Vorsitzenden nicht zustimmen, aber verdient er die wütenden Reaktionen, die er am Donnerstag hervorrief?

In der SPD und der Linkspartei verstieg sich der eine oder andere sogar dazu, Seehofer zum Rechtsextremisten zu stempeln; der SPD-Generalsekretär verkündete, er habe „auf dieses rechtspopulistische Gequatsche echt keinen Bock mehr“. Das sagt allerdings viel mehr über die Mutter aller Probleme der SPD aus als über Seehofers Probleme mit der Einwanderung.

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