FAZ plus ArtikelZukunft des Impfausweises

Plastik für die Patienten

Von Kim Björn Becker
13.08.2021
, 14:42
Chirurg Rolf Weinel in seiner Praxis in Aschaffenburg
Die gelben Impfhefte aus Papier zerfleddern schnell. Ein Arzt bietet darum eine Alternative an – vor allem für Senioren, die kein Smartphone haben. Er ist nicht der einzige, der den Impfpass modernisieren will.
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Die Praxis von Rolf Weinel liegt gleich neben dem Hauptbahnhof. Vom obersten Stockwerk des Ärztehauses aus kann der Arzt beobachten, wie eine Regionalbahn nach der anderen in den Bahnhof von Aschaffenburg rollt. Über eine schmale Wendeltreppe geht es noch höher hinaus. Auf dem Dach befindet sich ein kleines Besprechungszimmer mit Rundumblick, in der Ecke steht ein Schreibtisch. Darauf ein Computer, der mit einem kleinen grauen Kasten verbunden ist. Und dieser Kasten, sagt Weinel, ist die Lösung. Zumindest hofft er das.

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In dem Turmzimmer lässt der Chirurg von seinen Mitarbeitern Impfausweise im Format einer Plastikkarte drucken. Für seine Patienten, die kein Smartphone besitzen oder eine Alternative zum Impfpass aus Papier wollen. Die gelben Hefte „zerfleddern so schnell“, hat Weinel beobachtet. „Gerade, wenn sie uralt sind.“ Doch genau auf diese Dokumente seien Geimpfte oft angewiesen, wenn sie weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilhaben wollten – und, wie viele Senioren, allenfalls ein einfaches Telefon bedienen können. Weinel stellt die Impfkarte nicht nur für Patienten aus, die er selbst geimpft hat. Wer die Spritzen zum Beispiel im Impfzentrum bekommen hat, kann ihm den Impfass vorzeigen. Wenn alle Angaben stimmen, stellt Weinel dann die Scheckkarte fürs Portemonnaie aus.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Becker, Kim Björn
Kim Björn Becker
Redakteur in der Politik.
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