FAZ plus ArtikelImpfgegner in der Bundeswehr

Soldaten gegen den Staat

Von Peter Carstens, Berlin
04.01.2022
, 16:58
Soldaten bei einem Appell im Oktober 2020 in Storkow
Das Verteidigungsministerium ist alarmiert: In der Bundeswehr ist die Impfquote überschaubar, Soldaten äußern sich in radikalen Netz-Foren und tauchen bei Demonstrationen auf.
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Der Bundeswehr bereiten militante Impfgegner mit Verbindungen in rechtsextreme Zirkel der „Querdenker“-Bewegung zunehmend Sorgen. Denn öfters tauchen in militanten Gruppen sozialer Medien und bei nicht genehmigten, teilweise gewalttätigen Corona-Demonstrationen auch Soldaten auf. Im Netz mehren sich Gewaltdrohungen gegen den Staat, die auf Soldaten zurückgehen.

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Das Bundesamt für den Militärischen Abschirmdienst (MAD) hat daher seit einiger Zeit seinen Blick verstärkt auf die entsprechende Szene gerichtet. Unter anderem geht es dabei um einen so genannten „Veteranen-Pool“, in dem sich aktive und ehemalige Bundeswehr Angehörige organisieren sollen. Teilweise sind Aktivisten daraus bei gewalttätigen Demonstrationen in Erscheinung getreten. Der Reservistenverband der Bundeswehr hatte bereits im April vorigen Jahres dringend vor der Gruppe gewarnt: „Diese Gruppierung versucht, Soldaten, Veteranen und Reservisten zu akquirieren, um sie dazu zu bringen, sich an verschiedenen Störaktionen, die sich gegen den Staat richten, teilzunehmen. Die Gruppe spricht offen davon, dass man sich im Krieg befände. Hierbei handelt es sich aber keineswegs um friedliche Demonstrationen, sondern um gewollte Provokationen gegenüber dem Staat.“

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Peter Carstens - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Peter Carstens
Politischer Korrespondent in Berlin
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