FAZ plus ArtikelImpfgegner und Anthroposophie

Höhere Einsichten dank Rudolf Steiner?

Von Thomas Holl und Rüdiger Soldt
04.12.2021
, 17:45
Demonstranten knien in Frankfurt vor einer Polizeikette
Nach eigener Einschätzung verfügen sie über Spezialwissen, das allen anderen abgeht. Die Milieus der Anthroposophen und der „Querdenker“ haben viele Berührungspunkte. In der Pandemie macht das vieles schwerer.
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Als Covid-19 selbst in China noch kein Thema war und die Anthroposophen sich noch nicht als Gegner der Corona-Impfungen hervorgetan hatten, machte der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha über das Verhältnis der Grünen zu Rudolf Steiners Lehren sowie zur Homöopathie eine Ansage: Wenn sich die Grünen von diesem Milieu trennten, dann sei das so wie wenn die Unionsparteien das „C“ aus ihrer Abkürzung strichen.

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Gerade die Südwest-Grünen verfügten bei ihrer Gründung über einen im Achberger Kreis organisierten anthroposophischen Flügel. In der Gründungsphase waren viele eher bürgerlich sozialisierte Anthroposophen für die Öko-Partei inhaltlich und habituell Korrektiv zu einer Vielzahl sozialistischer Strömungen. In der ersten grünen Landtagsfraktion waren zwei von sechs Abgeordneten Anhänger der Lehren Rudolf Steiners.

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Quelle: F.A.Z.
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Thomas Holl
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Rüdiger Soldt
Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.
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