FAZ plus ArtikelRettungssanitäter und Corona

Wenn aus Minuten Stunden werden

Von Franca Wittenbrink, Nürnberg
05.12.2021
, 10:18
Die Nürnberger Notfallsanitäterin Paloma Palm von Alten Blaskowitz  und Kollege Christian Brandmann in Corona-Schutzanzügen
Notfallsanitäter müssen Leben retten. In der vierten Corona-Welle kann das auch heißen, mit überfüllten Kliniken um das letzte freie Bett zu feilschen. Das wird immer schwieriger. Ein Ortsbesuch in Nürnberg.
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Es dauert nicht lange, bis Paloma Palm von Alten Blaskowitz und Christian Brandmann wissen, warum die betagte Frau, die vor ihnen auf dem Boden ihrer Nürnberger Wohnung liegt, vor Schmerzen schreit. Ihr rechtes Bein ist nach außen gedreht, wirkt etwas kürzer als das andere – ein klares Zeichen für einen gebrochenen Oberschenkelhalsknochen. Beim Versuch, eine Untertasse aufzufangen, sei sie gestürzt, erzählt die grauhaarige Dame und zeigt auf die Scherben unter dem Holztisch. Zum Glück direkt neben dem Telefon, mit dem sie den Rettungsdienst rufen konnte.

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Die beiden Sanitäter sind erleichtert. Für chirurgische Notfälle wie diesen lässt sich momentan noch vergleichsweise einfach ein Bett in einem Nürnberger Krankenhaus finden. Hätte die Dame einen Herzinfarkt erlitten, dann wäre das schon schwierig geworden, denn seit Beginn der vierten Corona-Welle sind die Intensivbetten knapp.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Wittenbrink, Franca
Franca Wittenbrink
Redakteurin in der Politik.
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