FAZ plus ArtikelAntisemitismus

Wie leben Juden in Deutschland mit dem Hass?

Von Wibke Becker, Philip Eppelsheim, Morten Freidel
24.05.2021
, 08:06
Passanten am 20.05.2021 vor dem Kunstwerk -Vaterland- des Künstlers Günther Schäfer an der East-Side Gallery in Berlin.
Viele Juden in Deutschland fühlen sich bedroht. Daran haben neben Rechtsradikalen auch Muslime ihren Anteil.
ANZEIGE

Viele Juden in Deutschland fühlen sich bedroht. Vor Kindergärten stehen Sicherheitsleute, Schulgebäude sind mit Panzerglas gesichert. Synagogen haben verstärkte Türen. In immer mehr Städten und Dörfern trauen sich Juden nicht, die Kippa offen zu tragen, ihren Glauben zu zeigen, und sei es auch nur mit einer Halskette. Der Davidstern wird unter dem T-Shirt versteckt. Eltern haben Furcht, ihre Kinder allein auf den Sportplatz gehen zu lassen. Etwa die Hälfte der Juden in Deutschland hat laut einer Umfrage schon darüber nachgedacht, das Land zu verlassen.

ANZEIGE

Denn die Juden fühlen sich nicht nur bedroht, sie sind es auch. Offener Antisemitismus findet mitten auf der Straße statt. Es sind Rechte, Verschwörungstheoretiker, Linke und in den vergangenen Tagen vor allem Muslime, die gegen Juden hetzen. Laut einer Studie des Jüdischen Weltkongresses hat jeder Vierte in Deutschland antisemitische Gedanken.

Testen Sie unser Angebot.
Jetzt weiterlesen.
Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

Diese und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Eppelsheim, Philip
Philip Eppelsheim
Stellvertretender verantwortlicher Redakteur für Nachrichten und Politik Online.
Autorenporträt / Freidel, Morten
Morten Freidel
Redakteur in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung
Twitter
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot
ANZEIGE