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Chemnitz-Kommentar

Zum Ausrasten?

EIN KOMMENTAR Von Jasper von Altenbockum
 - 18:36

Im Fall des in Chemnitz festgenommenen Irakers kommt die ganze Misere des deutschen und europäischen Alltags im Asylrecht wieder zutage. Im Wesentlichen geht es darum, dass eine mehrmals festgestellte Ausreisepflicht nicht durchgesetzt wurde. Mit der Tat, die seit vergangener Woche die Republik beschäftigt, hätte das einerseits nicht viel zu tun – Straftaten verüben schließlich auch andere.

Andererseits ist es schwierig zu erklären, warum nicht alles getan wird, um solchen Taten vorzubeugen – wer nicht in Deutschland ist, kann sie schließlich auch nicht begehen. Das gelingt aber nicht nur nicht in „normalen“ Fällen wie diesem, sondern nicht einmal dann, wenn das Asylrecht ganz offensichtlich nur dazu dient, Diebstähle zu begehen oder Schlimmeres.

Dem hätte in vielen Fällen mit dem Mittel „sichere Herkunftsländer“ längst ein Riegel vorgeschoben werden können. Sind die Chemnitzer Neuigkeiten also ein Grund zum „Ausrasten“, wie es jetzt gerne heißt? Damit macht man es sich zu leicht. Aber eine Erklärung dafür sind sie sehr wohl. Nun muss sich nur noch jemand finden für die Verantwortung.

Quelle: F.A.Z.
Jasper von Altenbockum
Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.
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