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FAZ plus ArtikelSetzt sich Meuthen durch?

House of AfD

EIN KOMMENTAR Von Markus Wehner, Berlin
Aktualisiert am 22.05.2020
 - 22:10
Wer bleibt übrig? Von rechts: Ralf Özkara, Jörg Meuthen, Alexander Gauland, Andreas Kalbitz, Björn Höcke und Andre Poggenburg auf dem „Kyffhäuser-Treffen“ 2017. Poggenburg, ehemals Fraktionsvorsitzender in Sachsen-Anhalt, trat im Januar 2019 aus der AfD aus und gründete seine eigene Partei, Özkara trat im Mai 2019 aus.
Meuthens Erfolge im Kampf gegen den „Flügel“ könnten sich als Pyrrhussiege erweisen. Denn bislang haben sich in der radikalen Partei immer die Radikalisierer durchgesetzt.

Es ist nichts Neues, dass in der Partei, die sich als Alternative für Deutschland anpreist, rücksichtslos um Einfluss und Pfründe gestritten wird. Doch derzeit läuft eine besonders spannende Staffel in der Serie „House of AfD“, wie man den Polit-Thriller nennen könnte. Es geht darum, ob die Ultrarechten um den Brandenburger Andreas Kalbitz und den Thüringer Björn Höcke die Partei dominieren – oder die Mehrheit der Funktionsträger im Westen, die auf einen gemäßigteren Kurs setzt. Für Letztere steht der Parteivorsitzende Jörg Meuthen. Er hat zuletzt zwei Siege gegen Kalbitz und Höcke errungen.

Zunächst beschloss der AfD-Vorstand, den „Flügel“ aufzulösen, wie sich die Strömung um Höcke und Kalbitz nannte. Hierfür hatte der Verfassungsschutz Meuthen einen Hebel in die Hand gegeben, indem er den „Flügel“ und dessen Anführer als extremistisch einstufte. Der AfD-Vorstand war in der Frage der Auflösung – mit Ausnahme von Kalbitz selbst – Meuthen noch gefolgt.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Wehner, Markus
Markus Wehner
Politischer Korrespondent in Berlin.
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