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FAZ plus ArtikelGenug Intensivbetten?

Die Stunde der Kreiskrankenhäuser

Von Kim Björn Becker
Aktualisiert am 06.04.2020
 - 09:43
Gefragt wie nie: freie Betten wie dieses auf der Intensivstation des Corona-Zentrums im Marienhospital in Arnsberg
Gerade noch hieß es, jedes zweite Krankenhaus sei überflüssig. In der Corona-Krise wird nun um jedes Intensivbett gerungen und kleine Häuser bekommen eine ganz neue Bedeutung. Werden sie ihr gerecht?

Das kleine Krankenhaus liegt etwas außerhalb der Ortsmitte, genau zwischen den Bahngleisen und der Autobahn. Öhringen hat knapp 25.000 Einwohner, der Ort ist mitten im Hohenlohekreis im Norden Baden-Württembergs. Anfang März wurde dort der erste Corona-Fall gemeldet, eine Frau hatte sich im Italien-Urlaub angesteckt. Inzwischen gibt es nirgendwo sonst im Südwesten so viele Infizierte wie dort, der Kreis meldete zuletzt 454 Betroffene pro 100.000 Einwohner – in der Landeshauptstadt Stuttgart waren es nur 135; Karlsruhe meldete nur 84.

Das Hohenloher Krankenhaus ist ein vergleichsweise kleines Haus, das Hauptgebäude ist nur drei Stockwerke hoch, 205 Betten insgesamt, davon sieben auf der Intensivstation – und gerade die sind gerade sehr begehrt. Zuletzt hat das Krankenhaus 23 Covid-19-Patienten und 13 Verdachtsfälle parallel behandelt, vier von ihnen auf der Intensivstation, drei am Beatmungsgerät. Um noch mehr Patienten betreuen zu können, wurde schon ein Nebenraum des Operationssaals umgebaut, das ergab noch einmal fünf Betten mit Beatmungsgeräten.

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In einer früheren Version dieses Textes war die Abkürzung für die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung falsch angegeben. Wir haben dies nun korrigiert.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Becker, Kim Björn
Kim Björn Becker
Redakteur in der Politik.
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