FAZ plus ArtikelKritik an Außenpolitik

Laschets Ruf als Russlandversteher

Von Reiner Burger, Christoph Ehrhardt und Markus Wehner
19.01.2021
, 10:37
Auch als Ministerpräsident hat Armin Laschet das Feld der Außenpolitik selbstbewusst beackert. Ging er zu weit mit seiner Nachsicht gegenüber dem Kreml? Und wurden seine Sätze zu Syrien den Realitäten gerecht?

Bevor Armin Laschet Ende Februar 2020 nach Israel aufbrach, nutzte er ein Interview mit der „Bild“-Zeitung, um Zweifel an seiner außenpolitischen Haltung zu Russland und zum Krieg in Syrien zu begegnen. Mit Russland gelte es in Sachen Krim-Besetzung Klartext zu reden, sagte Laschet. „Russland ist auf der Krim der Aggressor, das ist offenkundig. Dass es einen Bruch des Völkerrechts gibt, das steht außer Zweifel.“

Über den syrischen Diktator sagte Laschet, diesen habe er „noch nie in meinem ganzen Leben verteidigt“. Er werbe „einfach dafür, dass man diese Region in ihrer Komplexheit wahrnimmt“. Dass Assad ein Kriegsverbrecher sei, sei ihm immer klar gewesen. Frühere Äußerungen hatten milder geklungen.

Testen Sie unsere Angebote.
Jetzt weiterlesen.

Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

F.A.Z. PLUS:

  Sonntagszeitung plus

F.A.Z. PLUS:

  F.A.Z. digital

Diesen und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Burger, Reiner
Reiner Burger
Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.
Twitter
Christoph Ehrhardt  - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Christoph Ehrhardt
Korrespondent für die arabischen Länder mit Sitz in Beirut.
Twitter
Autorenporträt / Wehner, Markus
Markus Wehner
Politischer Korrespondent in Berlin.
Twitter
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot