FAZ plus ArtikelEntscheidung für Laschet

Wie Söder sich verkalkuliert hat

Von Timo Frasch, Johannes Leithäuser, Eckart Lohse und Markus Wehner
20.04.2021
, 21:02
Tagelang hatte es so ausgesehen, als könnte Markus Söder sich im Ringen um die Kanzlerkandidatur durchsetzen. Doch Armin Laschet gelang es offenbar am Sonntagabend, das Blatt zu wenden – bei einem denkwürdigen Zusammentreffen.

Markus Söder tritt am Dienstag um 12 Uhr mittags in der CSU-Zentrale vor die Presse. Seine zentrale Botschaft: „Die Würfel sind gefallen. Armin Laschet wird Kanzlerkandidat der Union.“ Tatsächlich sagt der CSU-Chef: „der Jungen Union“. Aber das ist sicher nur ein Versehen.

Kein Versehen dürfte sein, was Söder gleich danach anfügt und was man in der CDU-Spitze sicher mit betretenen Mienen verfolgt. Söder bedankt sich nämlich „ausdrücklich“ für die „überragende Unterstützung“ bei „vielen, vielen Orts- und Kreisverbänden der CDU besonders“. Er bedankt sich bei den „Arbeitsgemeinschaften, gerade bei den Jungen, den Modernen, bei denen, die auf Zukunft aus waren“. Er bedankt sich vor allem auch „bei vielen mutigen Abgeordneten, die entgegen normaler Parteisolidarität sehr offen gesagt haben, was sie schätzen“.

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Timo Frasch - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
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