FAZ plus ArtikelFlüchtlinge aus Belarus

„Lukaschenko setzt Flüchtlinge als Waffe ein“

Von Markus Wehner, Berlin
15.10.2021
, 20:14
Die Polizei liefert am 12.10.2021 in der Erstaufnahmeeinrichtung Eisenhüttenstadt zwei Asylsuchende ab, die sie vorher aufgegriffen haben.
Der belarussische Präsident setzt die EU mit Flüchtlingen unter Druck. Nun drängt Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen Außenminister Maas zum Handeln.
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Tausende der Flüchtlinge, die der belarussische Diktator Alexandr Lukaschenko holt, um sie an die Grenze zu Polen zu bringen, kommen seit Wochen in Deutschland an. Achtzig Prozent von ihnen übertreten die Grenze nach Brandenburg, die anderen verteilen sich auf Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Das Bundesland Brandenburg hat die längste Grenze mit Polen und trägt daher die Hauptlast der Flüchtlingsbewegung.

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Allein für den Oktober rechnet das Innenministerium in Potsdam mit 3000 Flüchtlingen. Denn in den ersten zwei Oktoberwochen wurden schon 1503 Flüchtlinge registriert. Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber den Vormonaten: Im ganzen September waren es noch 1164, im August nur 209 Personen, die über die sogenannte Belarus-Route gekommen sind.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Wehner, Markus
Markus Wehner
Politischer Korrespondent in Berlin.
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