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FAZ plus ArtikelMissbrauchsskandal in NRW

Der Rechtsstaat ist ein lernendes System

Von Reiner Burger, Düsseldorf
Aktualisiert am 13.11.2019
 - 14:01
Konsequenz aus dem Fall Lügde: Ein Spürhund sucht in einer Tatortwohnung auf einer Bank nach einem Datenspeichergerät.
Der neueste Missbrauchsfall in Nordrhein-Westfalen zeigt, dass die Polizei nun effizienter gegen Pädokriminelle ermittelt. Dabei hat besonders das Behördenversagen im Fall Lügde zu einer Reform der Polizeiarbeit geführt.

Beinahe täglich werden neue Details über das digital organisierte Pädokriminellen-Netz bekannt, dem nordrhein-westfälische Ermittler Ende Oktober auf die Spur kamen. Und immer weitere mutmaßliche Täter kommen in Haft. Zuletzt nahmen die Ermittler nach Auswertungen von Internet-Chats einen 47 Jahre alten Mann aus Lünen fest. Es ist schon die achte Festnahme in dem Missbrauchsfall, dessen Dimension sich längst noch nicht abschätzen lässt. Bisher ist von neun Opfern im Alter von ein bis elf Jahren die Rede – meist handelt es sich um die Kinder oder Stiefkinder der Beschuldigten.

Dass es noch mehr Opfer und Täter nicht nur in Deutschland, sondern womöglich auch im Ausland gibt, legen die bisherigen Erkenntnisse der Ermittler nahe: Allein eine der Chat-Gruppen, über welche die Kriminellen kommunizierten und Bilder und Filme von fürchterlichsten Missbrauchs-Taten untereinander tauschten, hatte 1800 Mitglieder.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Burger, Reiner
Reiner Burger
Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.
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