FAZ plus ArtikelMitgliederschwund

Die unschönen Geheimnisse der SPD

Von Peter Carstens, Berlin
16.01.2022
, 21:05
Vorzugsweise in älteren, männlichen Händen zu sehen: ein SPD-Mitgliedsausweis
Lange hielt die SPD aktuelle Zahlen zu ihrer Mitgliederschaft unter Verschluss. Nun ist klar: Die Partei ist inzwischen unter die symbolisch wichtige Marke von 400.000 Mitgliedern gerutscht. Und das ist nicht ihr einziges Problem.
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Generalsekretäre der Parteien sind auch Repräsentanten des schöneren Scheins. Dass Fakten oft Interpretationssache sind, bewiesen vor allem Sozialdemokraten während vieler Jahre des Niedergangs. Lars Klingbeil, der die Partei inzwischen führt, hatte viele Gelegenheiten, politische Gewitter als Vorboten baldigen Sonnenscheins zu deuten. Seit es der SPD im September gelang, mit dem drittschlechtesten Wahlergebnis seit Kriegsende das Kanzleramt zu erobern, wähnt Klingbeil seine Partei in einem sozialdemokratischen Jahrzehnt. Mindestens.

Die SPD ist ganz beseelt von sich. Auf dem Weg zum Erfolg hat Klingbeil allerdings monatelang einige unschöne Geheimnisse gewahrt: die weiter schrumpfende Mitgliedschaft, ihre Überalterung, der noch immer geringe Anteil von Frauen. All das hätte wohl nicht zur Comeback-Kampagne gepasst. Entgegen ihrer Behauptungen während des Wahlkampfs ist die Partei im vorigen Jahr sogar unter die symbolisch wichtige Marke von 400.000 Mitgliedern gerutscht.

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Peter Carstens - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Peter Carstens
Politischer Korrespondent in Berlin
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