Nach der Bologna-Reform

Studiengänge werden korrigiert

Von Heike Schmoll, Berlin
10.12.2009
, 10:30
Vorlesung an der Universität Stuttgart
Am Donnerstag will die Kultusministerkonferenz Korrekturen an den Bachelor- und Masterstudiengängen beschließen. Künftig soll unter anderem mehr Zeit für Auslands- und Praxissemester bleiben und die Prüfungsbelastung geringer werden.
ANZEIGE

Die Kultusministerkonferenz will bei ihrer Sitzung an diesem Donnerstag weitere Korrekturen bei den gestuften Studiengängen beschließen. Bei ihrer Tagung in Bonn will sie, wie aus einem vorab an die Öffentlichkeit gedrungenen Eckpunkte-Papier hervorgeht, für eine flexiblere Handhabung der Regelstudienzeit und für eine geringere Prüfungsbelastung sorgen.

Demzufolge kann ein Bachelor-Studium zwischen sechs und acht Semestern und ein darauf aufbauendes Master-Studium zwischen zwei und vier Semestern dauern, wobei die Gesamtregelstudienzeit zehn Semester nicht überschreiten soll. Kürzere oder längere Regelstudienzeiten sollen jedoch bei entsprechender studienorganisatorischer Gestaltung möglich sein. Außerdem sollen die Studiengänge so gestaltet werden, dass sie Zeiträume für Aufenthalte an anderen Hochschulen und in der Praxis bieten.

Stärker als bisher sollen die Bachelor-Studiengänge auch wissenschaftliche Grundlagen und Methodenkompetenz sichern, nicht nur berufsfeldbezogene Qualifikationen. Die Zugangsvoraussetzungen für den Master-Studiengang, der nicht allen Bachelor-Absolventen offensteht, sollen in der Entscheidungsfreiheit der einzelnen Hochschule liegen oder durch Landeshochschulgesetze (wie schon teilweise üblich) geregelt werden.

Studenten im vollen Hörsaal der Humboldt-Universität in Berlin
Studenten im vollen Hörsaal der Humboldt-Universität in Berlin Bild: AP

Zahl der Hochschulabsolventen gestiegen

ANZEIGE

Bei der Akkreditierung soll künftig auch die Studierbarkeit überprüft sowie die wechselseitige Anerkennung von Modulen bei Hochschul- und Studiengangwechsel geregelt werden. Darüber hinaus wollen die Kultusminister den Prüfungsumfang in den einzelnen Modulen auf das unbedingt notwendige Maß begrenzen.

ANZEIGE

Unterdessen veröffentlichte das Statistische Bundesamt den Bericht „Hochschulstandort Deutschland 2009“, wonach die Anzahl der Hochschulabsolventen deutlich angestiegen ist. Im Jahr 2008 haben 309.400 Studierende ihr Hochschulstudium erfolgreich abgeschlossen.

Diese Zahl liegt um etwa 100.000 höher als im Jahr 2002. Dies entspricht einem Anstieg von 48 Prozent. Allein in den Fachrichtungen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (Mint) stieg die Zahl der erfolgreichen Studienabschlüsse gegenüber 2002 um fast 36.900 auf 102.400 im Jahr 2008 an.

ANZEIGE
Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Schmoll, Heike
Heike Schmoll
Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot
Immobilienbewertung
Verkaufen Sie zum Höchstpreis
Sprachkurs
Lernen Sie Englisch
Kapitalanlage
Pflegeimmobilien als Kapitalanlage der Zukunft
Automarkt
Top-Gebrauchtwagen mit Garantie
Gasvergleich
Gas vergleichen und sparen
Zertifikate
Ihre Weiterbildung im Compliance Management
ANZEIGE