FAZ plus ArtikelNathanael Liminski

Der Mann hinter Laschet

Von Reiner Burger, Düsseldorf
19.01.2021
, 08:05
Er organisierte den Aufstieg seines Chefs erst zum Ministerpräsidenten in NRW und jetzt zum neuen CDU-Vorsitzenden. Als Staatskanzleichef und Mastermind ist Nathanael Liminski für Armin Laschet unersetzlich. Ein Porträt.

Als Armin Laschet vor etwas mehr als einem Jahr in Berlin seine Kandidatur für den CDU-Bundesvorsitz bekanntgab, nahm im Raum der Bundespressekonferenz auch Nathanael Liminski Platz. Aufmerksam verfolgte er, wie sich Laschet im Gespann mit seinem überraschend gewonnenen Teampartner Jens Spahn präsentierte. Dass der Bundesgesundheitsminister und der nordrhein-westfälische Ministerpräsident überhaupt zusammengefunden hatten, war auch Liminski zu verdanken. Spahn und er sind seit ihrer gemeinsamen Zeit in der Jungen Union (JU) miteinander befreundet.

Liminski zählte schon zu den Architekten des selbst für manchen Parteifreund überraschenden Erfolgs Laschets bei der nordrhein-westfälischen Landtagswahl 2017. Bei Laschets angestrebten bundespolitischen Aufstieg dürfte der am 19. September 1985 in Bonn geborene Liminski nun wieder eine bedeutsame Rolle spielen. Dabei scheint die beiden auf den ersten Blick kaum mehr als ihr katholischer Glaube und ihr Sinn für feinen Humor zu verbinden. Liminski ist ein Vierteljahrhundert jünger als der christlich-liberale Laschet, wuchs als eines von zehn Kindern in einem erzkatholischen Haushalt auf. Aufsehen rief Liminski 2005 im Rahmen des Weltjugendtags als Mitgründer der Gruppe „Generation Benedikt“ mit dezidiert traditionellen Thesen hervor. In der JU galt er als stramm konservativer Vordenker.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Burger, Reiner
Reiner Burger
Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.
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