FAZ plus ArtikelNeue Corona-Beschlüsse

Der zweite Lockdown, der keiner ist

EIN KOMMENTAR Von Jasper von Altenbockum
Aktualisiert am 28.10.2020
 - 21:27
Angela Merkel mit Markus Söder und Michael Müller (im Vordergrund)
Dieses Mal folgen die Länder dem harten Kurs der Kanzlerin. Auch wer das ablehnt, kann nicht wollen, was ohne Beschränkungen droht: ein Kontrollverlust, der über das Gesundheitswesen hinausgeht.

Die wirkliche Corona-Krise beginnt erst jetzt. Sie zwingt zu einer Gratwanderung zwischen Protest und Panik. Ein Rundblick durch Europa zeigt, dass kein Staat davor gefeit ist, auch Schweden nicht, das für seinen dritten Weg bewundert wurde, dem aber, wie den nördlichen deutschen Bundesländern, doch eigentlich nur seine geringere Bevölkerungsdichte entgegenkam.

Die Vorhersagen vom Frühjahr bewahrheiten sich jetzt: Das Virus ist weit schwieriger zu fassen als noch zur Zeit der „ersten Welle“. Es gerät außer Kontrolle. Die Gesundheitsämter haben, wenn man ehrlich ist, in vielen Gegenden schon kapituliert. Der Streit über ein „Beherbergungsverbot“, der nur Tage zurückliegt, wirkt schon jetzt wie aus der Zeit gefallen. Von einem „nationalen Gesundheitsnotstand“ ist die Rede. Sprich: Es fehlen Betten, es fehlt vor allem (gesundes) Personal.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Altenbockum, Jasper von (kum.)
Jasper von Altenbockum
Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.
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