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OECD-Bericht

Deutschland international führend im MINT-Bereich

Von Heike Schmoll, Berlin
 - 12:03
Auch das ist Informatik: Ein Roboter am Forschungsinstitut Artificial Intelligence (AI) an der Universität Bremen belegt einen Pizzateig mit Käse (Archivbild aus dem Jahr 2017)

Der diesjährige Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) „Bildung auf einen Blick 2019“ wird von Kultusministerkonferenz und Bundesministerium für Bildung und Forschung in Berlin als Beleg für ein zukunftsorientiertes Bildungssystem gesehen. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sagte, das deutsche Bildungssystem könne sich sehen lassen. „Eine gute Bildung und Ausbildung und die hohe Bereitschaft für das lebensbegleitende Lernen sind die besten Voraussetzungen, um auf die sich verändernden gesellschaftlichen und beruflichen Herausforderungen reagieren zu können.“

Deutschland ist international führend im MINT-Bereich, in keinem anderen OECD-Land entscheiden sich mehr Anfänger im Tertiärbereich für ein MINT-Fach als in Deutschland. Als MINT-Fächer werden Fächer aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik bezeichnet. Gut 40 Prozent der Anfänger eines Bachelor- oder gleichwertigen beruflichen Programms in Deutschland wählen demnach ein MINT-Fach, im OECD-Durchschnitt sind es nur 27 Prozent. Rund 92 Prozent der Erwachsenen mit einem Informatik-Abschluss haben eine Beschäftigung. Für die Absolventen in den Ingenieur- und Naturwissenschaften liegen die Beschäftigungsquoten bei 91 und 87 Prozent.

Außerdem gibt es eine hohe Beteiligung in Aus- und Weiterbildung. Mehr als die Hälfte aller Erwachsenen in Deutschland nimmt am lebensbegleitenden Lernen teil. Selbst in der Altersgruppe der 55 bis 64 Jahre Alten liegt die Beteiligung mit 44 Prozent noch weit über dem OECD-Durchschnittswert von 33 Prozent.

Frauen lesen deutlich häufiger Bücher

Der Präsident der Kultusministerkonferenz und hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU) sagte, der Bericht zeige, dass die Länder auf dem richtigen Weg seien. „Deutschland punktet mit einer hohen Bildungsbeteiligung von der frühkindlichen Bildung an, mit einem hohen Qualifizierungsgrad und mit einer dualen Berufsausbildung, die für einen gelingenden Einstieg ins Berufsleben und eine überdurchschnittliche Beschäftigungsquote sorgt.“

Die Gehälter der Lehrer haben sich in Deutschland seit 2005 relativ gut entwickelt, sie liegen je nach Schulstufe und Berufserfahrung im Durchschnitt um rund 42 Prozent über dem OECD-Mittelwert. Auch das Gehalt je Unterrichtsstunde liegt erheblich über dem internationalen Durchschnitt. Trotzdem ist der Lehrerberuf in Deutschland vor allem im Primarbereich offenbar nicht wirklich attraktiv.

Besonders Frauen lesen über alle Bildungsabschlüsse hinweg mit 55 Prozent deutlich häufiger wöchentlich Bücher gegenüber dem OECD-Durchschnitt von 45 Prozent. Auch Männer liegen mit 30 Prozent noch über dem OECD-Durchschnittswert von 27 Prozent.

Quelle: FAZ.NET
Autorenporträt / Schmoll, Heike
Heike Schmoll
Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.
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