FAZ plus ArtikelJugend, Schule und Internet

Keine Lust zum Lesen

EIN KOMMENTAR Von Heike Schmoll
21.05.2021
, 07:21
Deutsche Jugendliche sind viel im Internet unterwegs. Ihnen fehlt aber die Orientierung. Wer nicht analog liest, geht in den Informationsfluten des Internets unter.
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Es ist eine Ironie des Schicksals, dass die Sonderauswertung der OECD zum digitalen Lesen zu einem einzigen Plädoyer für das Lesen gedruckter Bücher geriet. Denn 15 Jahre alte Schüler, die viele Bücher lesen, können nicht nur besser lesen, sie sind auch eher in der Lage, mit digitalen Quellen umzugehen und gezielt zu recherchieren.

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Wer also jemals dem Irrglauben anhing, das Internet könne die soziale Schere gerade bei der Lesekompetenz schließen, hat sich gründlich geirrt. Das Gegenteil ist der Fall: Die soziale Spreizung bei der Lesekompetenz setzt sich im Internet fort, sie verschärft sich sogar. Kinder aus Familien mit vielen Büchern, deren Eltern ihnen vorgelesen haben und nach wie vor selbst zum Vergnügen lesen, können auch besser mit den Quellen im Internet umgehen.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Schmoll, Heike
Heike Schmoll
Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.
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