FAZ plus ArtikelCum-Ex

Das laute Schweigen des Olaf Scholz

Von Manfred Schäfers, Berlin
28.07.2021
, 17:52
Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) am 30. April 2021 vor seiner Vernehmung im Untersuchungsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft.
Immer wenn es um Cum-Ex geht, stehen auch die Verstrickungen des SPD-Kanzlerkandidaten im Raum. So auch nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs. Erinnerungen an ein Treffen werden wach.
ANZEIGE

Wer denkt, dass betrügerische Banken und Aktienhändler, die den deutschen Fiskus um Milliarden bringen, Wasser auf die Mühlen des wahlkämpfenden Olaf Scholz sind, irrt sich vermutlich gewaltig. Wenn es – wie am Mittwoch beim Bundesgerichtshof – um Cum-ex-Geschäfte geht, stehen vielmehr immer auch die Verstrickungen des SPD-Kanzlerkandidaten im Raum.

ANZEIGE

Der Bundesfinanzminister, der in den Umfragen nicht wirklich vom Fleck kommt, scheint unverdrossen darauf zu bauen, dass sich der Wähler für den Anwärter mit der größten politischen Erfahrung entscheidet, also ihn. Scholz ist wahrlich lange im politischen Geschäft. Bevor er vor gut drei Jahren sein aktuelles Amt antrat, war er Erster Bürgermeister in Hamburg, Bundesarbeitsminister, Generalsekretär seiner Partei. Er steht in seiner eigenen Wahrnehmung einerseits für Verlässlichkeit und Kontinuität, andererseits für Aufbruch.

Testen Sie unser Angebot.
Jetzt weiterlesen.
Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

: Wir feiern 3 Jahre F+

Diese und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.Z.
Manfred Schäfers - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Manfred Schäfers
Wirtschaftskorrespondent in Berlin.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot
ANZEIGE