FAZ plus ArtikelLeid der Ostdeutschen

Wendefrust

Von Stefan Locke
31.08.2018
, 20:07
Viele Ostdeutsche leiden bis heute an Kränkungen der Nachwendezeit. Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping ist überzeugt: Nur eines kann das weitverbreitete Misstrauen in den Staat lindern.

Als Petra Köpping im Herbst 2014 in Sachsen Ministerin für Gleichstellung und Integration wurde, klang das zunächst nach einem üblichen Job. Doch schon kurz darauf änderte sich das grundlegend: Weil in Dresden Pegida zu demonstrieren begann und jede Woche immer mehr Menschen teilnahmen. Mit einem Mal sah sich die SPD-Politikerin Köpping deutschlandweit mit der Frage konfrontiert, was da los sei, in „ihrem“ Bundesland. Das, sagt sie heute rückblickend, habe sie sich damals auch nicht genau erklären können.

Gerade in Sachsen, dem Vorzeigeland des Ostens, schien vieles gut zu laufen; in Umfragen gab eine Mehrheit der Leute an, mit ihrer persönlichen wirtschaftlichen Situation wie mit der des Landes ganz zufrieden zu sein. Sachsen ist das am wenigsten verschuldete aller Bundesländer, hat eines der besten Bildungssysteme, sanierte Stadt- und Dorfkerne, hat gut ausgebaute Straßen. Was wollten die Menschen noch?

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Quelle: F.A.Z. Woche
Autorenporträt / Locke, Stefan
Stefan Locke
Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.
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