FAZ plus ArtikelNach Reise in Risikogebiet

Ist eine Pflicht zur Quarantäne verhältnismäßig?

Von Alexander Haneke
Aktualisiert am 28.11.2020
 - 08:23
Fernweh: Der Blick von der Besucherterrasse des neuen Berliner Flughafens im November
Fast ganz Deutschland ist Risikogebiet. Ist es da verhältnismäßig, Reisende aus anderen „Risikogebieten“ in Quarantäne zu schicken?

Mancher von Fernweh geplagte Bürger wird sich in diesen Tagen schon an der Frage abgearbeitet haben: Warum nicht die Zeit auf einer sonnigen Mittelmeerinsel verbringen oder fern der Großstädte in den Bergen, wenn zu Hause die Infektionszahlen durch die Decke gehen und teils höher sind als in der Ferne? Doch die Quarantäne-Regeln für Reiserückkehrer nehmen auf solche Feinheiten bisher keine Rücksicht.

Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreist, muss sich für zehn Tage in häuslicher Quarantäne „absondern“. Was ein Risikogebiet ist, legen Auswärtiges Amt, das Bundesinnen- und das Gesundheitsministerium gemeinsam fest. Und Grundlage dafür ist unverändert eine Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 50 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner – ein Wert, der vor kurzem noch für unkalkulierbare Risiken stand, der inzwischen aber mit Blick auf die landesweit dreistelligen Zahlen beinahe erstrebenswert wirkt.

Testen Sie unsere Angebote.
Jetzt weiterlesen

Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

F.A.Z. PLUS:

  Sonntagszeitung plus

Diesen und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Haneke, Alexander
Alexander Haneke
Redakteur in der Politik.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot