FAZ plus ArtikelRöttgen, Merz und Laschet

Wo ist der ruinöse Wettbewerb?

Von Jasper von Altenbockum
26.11.2020
, 07:56
Führen die drei Bewerber um den CDU-Vorsitz einen ruinösen Wettbewerb, wie Annegret Kramp-Karrenbauer behauptet? An inhaltlichen Gegensätzen kann es nicht liegen. Ein Vergleich dreier programmatischer Texte für die F.A.Z.

Wenn es stimmt, was die amtierende CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer sagt, dass die drei Bewerber um ihre Nachfolge einen für die CDU „ruinösen Wettbewerb“ führten, muss man hinzufügen: An inhaltlichen Gegensätzen und am programmatischen Streit kann es nicht liegen. Die Texte, die Norbert Röttgen, Friedrich Merz und Armin Laschet in der F.A.Z. veröffentlichten, zeigen ein großes Maß an Übereinstimmung, aber dennoch bemerkenswerte Unterschiede.

Alle drei Kandidaten zeichnen zwar ein dramatisches Bild, aber nur Norbert Röttgen spricht von einer „Neuausrichtung“ der CDU. Für Laschet steht die CDU in einer Kontinuität als dem „Motor der Erneuerung“, während Merz „auf dem Fundament des Bestehenden“ Ideen entwickeln will, die mehr bieten müssten als ein „einfaches ,Weiter so‘“. Röttgen leitet daraus konkrete Forderungen ab: Die CDU müsse urbaner werden, sonst verliere sie auch auf dem Land; Frauen und Männer müssten in den Parteigremien paritätisch vertreten sein; die Partei müsse neue Formen finden, um junge Leute anzuziehen.

Testen Sie unser Angebot.
Jetzt weiterlesen.

Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

Diese und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Altenbockum, Jasper von (kum.)
Jasper von Altenbockum
Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.
Twitter
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot