FAZ plus ArtikelPräsenz als Herkulesaufgabe

Es droht eine „verlorene Corona-Schülergeneration“

Von Timo Steppat
12.11.2020
, 17:51
Unerreichbare Gesundheitsämter, besorgte Lehrer und Eltern: Die Infektionszahlen unter Schülern und Schulpersonal steigen – die Kritik am Krisenmanagement der Kultusminister wächst. Dabei ist die Zahl der geschlossenen Schulen eigentlich gering.

Trotz steigender Corona-Zahlen schien sich nach den Sommerferien das Infektionsgeschehen in den Schulen in Grenzen zu halten. Als die Ministerpräsidenten Ende Oktober Kontaktbeschränkungen beschlossen, nahmen sie die Schulen bewusst aus. Solange es geht, soll Präsenzunterricht stattfinden. Laut einer Abfrage der F.A.Z. bei den Kultusministerien steigt aber die Zahl der infizierten Schüler und Lehrer; vor allem müssen immer häufiger ganze Klassen in Quarantäne geschickt werden.

Das Beispiel Bayern, wo die Infektionszahlen insgesamt sehr hoch sind, zeigt jedoch, dass der prozentuale Anteil der infizierten Schüler noch immer verhältnismäßig gering ist. Nach Angaben des dortigen Kultusministeriums sind 2,3 Prozent der 1,65 Millionen Schüler und 1,51 Prozent der 155.000 Lehrkräfte in Quarantäne. Nachweislich infiziert haben sich in Bayern 0,27 Prozent der Lehrer und 0,17 Prozent der Schüler.

Testen Sie unsere Angebote.
Jetzt weiterlesen

Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

F.A.Z. PLUS:

  Sonntagszeitung plus

Diesen und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Steppat, Timo
Timo Steppat
Redakteur in der Politik.
Twitter
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot