FAZ plus ArtikelSexuelle Gewalt

Den Bann der Vergangenheit brechen

Von Matthias Katsch
01.08.2021
, 19:16
Jenseits der feministischen Bewegung wurde das Bewusstsein für Beziehungsgewalt erst geschärft, als die katholische Kirche als Tatort wahrgenommen wurde.
Weltweit gehen die Aufklärung und Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs von Betroffenen aus. Der Blick auf die internationale Entwicklung lässt durchaus Gemeinsamkeiten erkennen, aber auch große Unterschiede. Ein Gastbeitrag.
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Sexuelle Gewalt, Missbrauch an Kindern und Jugendlichen, Mädchen und Jungen ist kein neues Phänomen. Die einschlägigen Paragraphen sind seit langem Teil der Strafgesetzbücher in aller Welt. Doch erst seit ungefähr fünfzig Jahren wird darüber öffentlich vermehrt gesprochen. Ausgehend von der sexuellen Revolution der 1960er-Jahre „entdeckte“ zunächst die Frauenbewegung Gewalt in Beziehungen und speziell an Kindern als einen wichtigen Aspekt in der Auseinandersetzung mit dem Patriachat.

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In Deutschland erschien dazu Anfang der 1980er-Jahre ein Buch, dessen Titel geradezu programmatisch war: „Vater als Täter“ von Barbara Kavemann. Das Thema schaffte es auf die Titelseite des „Spiegel“. Doch hatte das Thema „Kindesmissbrauch“ wie zuvor und danach nur kurz Konjunktur bis sich die Aufregung nach einem „Skandal“ wieder gelegt hatte.

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