Neuwahl des Vorstands

CDU-Vize Breher offen für Doppelspitze

14.10.2021
, 08:23
Will weiter mitgestalten: Silvia Breher vergangenes Jahr im Bundestag
Anders als die meisten anderen Parteien hat die CDU bislang immer auf nur eine Person an der Spitze gesetzt. Die stellvertretende Parteivorsitzende Silvia Breher ist der Meinung, dass das nicht so bleiben muss.
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Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Silvia Breher kann sich eine Doppelspitze in ihrer Partei vorstellen. „Ich stehe dem grundsätzlich offen gegenüber“, sagte Breher der Neuen Osnabrücker Zeitung. Sie sehe dafür derzeit zwar keine Mehrheit. Die Frage müsse man aber diskutieren. Sie selbst steht für Führungsämter in der CDU bereit. „Ich möchte mich gerne weiter einbringen und die Modernisierung der CDU aktiv mitgestalten“, sagte die 48 Jahre alte Politikerin. Doppelspitzen haben aktuell die SPD, die Grünen, die AfD und die Linke.

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Für sie sei nicht entscheidend, „ob wir am Ende einen Mann oder eine Frau an der Spitze haben, sondern dass wir endlich zum Team-Gedanken zurückfinden“, sagte Breher weiter. „Wir brauchen jetzt Teamgeist“, sagte sie. Es gehe um ein Team, dass die Strömungen der Partei widerspiegele und in dem auch Frauen vertreten seien. Inhaltlich müsse die Partei „wieder zu klaren Positionen finden, die über Formelkompromisse hinausgehen“. Sollte die Union in der Opposition sein, werde es einfacher sein, Unterschiede aufzuzeigen.

Die CDU will nach dem historischen Wahldebakel der Union mit Kanzlerkandidat Armin Laschet auf einem Sonderparteitag den kompletten Bundesvorstand neu wählen. Ob der Parteitag noch im Dezember oder womöglich erst im Januar stattfinden wird, ist offen. Als mögliche Bewerber für die CDU-Spitze gelten vor allem der Wirtschaftspolitiker Friedrich Merz, Gesundheitsminister Jens Spahn, der Außenpolitiker Norbert Röttgen, Bundestagsfraktionschef Ralph Brinkhaus und der Wirtschaftspolitiker Carsten Linnemann.

Mehrere CDU-Ministerpräsidenten haben bereits abgewunken. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sagte der Sächsischen Zeitung: „Ich bleibe Sachsen treu.“ Er betonte: „Ich habe in Sachsen eine wichtige Aufgabe, die ich nicht nur erfüllen muss, sondern erfüllen will.“ Auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hatte erklärt, er helfe gern bei der Neuaufstellung der CDU, „aber nicht an vorderster Front“.

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Quelle: dpa
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