FAZ plus ArtikelSteinmeier in Sachsen

Es geht uns zu gut, also wählen wir AfD

Von Eckart Lohse, Pulsnitz
Aktualisiert am 11.12.2019
 - 18:31
Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender mit Ministerpräsident Michael Kretschmer und Bürgermeisterin Barbara Lüke in Pulsnitz.
Frank-Walter Steinmeier reist nach Pulsnitz, um mehr darüber zu erfahren, warum so viele Ostdeutsche AfD wählen. Er traf auf überraschend zufriedene Menschen.

Nach zweieinhalb Stunden an der „Kaffeetafel“ war der Bundespräsident zwar nicht verwirrt. Aber auf einen Gegensatz wies er doch ausdrücklich hin. Ausgiebig hatte er im sächsischen Pulsnitz mit 14 Bürgern – drei von ihnen Bürgermeister, die anderen Frauen und Männer aus unterschiedlichen Berufen und Altersgruppen – gesprochen. Ein vorheriger Rundgang durch die Stadt hatte bei ihm einen guten Eindruck hinterlassen, er erwähnte die mit sechs Prozent niedrige Arbeitslosigkeit – Pulsnitz liegt tatsächlich nahe an der Vollbeschäftigung –, er ließ aber auch die zahlreichen kritischen Bemerkungen seiner Gesprächspartner nicht aus. Und die hohen Wahlergebnisse für die AfD.

Frank-Walter Steinmeier war mit seiner Frau Elke Büdenbender zum Gespräch nach Sachsen gekommen, um mehr zu erfahren über das, was für ihn nach Ablehnung der etablierten Politik aussieht. Es war ein ehrliches Bild, das seine Gesprächspartner für ihn entwarfen, die Unzufriedenheit mit der Flüchtlingspolitik von Angela Merkel wurde angesprochen, war aber nicht das dominierende Thema.

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Quelle: F.A.Z.
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Eckart Lohse
Leiter der Parlamentsredaktion in Berlin.
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