FAZ plus ArtikelStreit über Corona-Strategie

Merkels Drohung und Laschets Antwort

Von Eckart Lohse und Markus Wehner
29.03.2021
, 18:55
Die Kanzlerin hat mit ihrer Kritik an den Länderchefs viel Aufregung verursacht. Armin Laschet reagiert. Es geht um die Pandemie – und um die Kanzlerkandidatur.

Ursprünglich war die Sache anders geplant gewesen. Am Freitag hatte die CDU-Parteizentrale noch die Nachricht verschickt, dass nach der regulären digitalen Sitzung der Parteiführung am Montag keine Pressekonferenz stattfinden werde. Das klang einleuchtend. Denn angekündigt war bereits eine Rede des Parteivorsitzenden Armin Laschet für Dienstagvormittag. Das soll der Auftakt werden zur „Beteiligungskampagne“ für das Wahlprogramm der CDU. Dann aber kündigte das Konrad-Adenauer-Haus wenige Minuten nach 9 Uhr am Montag an, dass Laschet um 12 vor die Presse treten werde. Dort berichtete er aus der Präsidiumssitzung. Topthema war wieder einmal der Umgang mit der Corona-Pandemie. Man sei sich einig gewesen, dass es eine Ministerpräsidentenkonferenz wie die vor einer Woche „so nicht mehr geben“ werde, sagte Laschet.

Seit die Regierungschefs der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bis in die frühen Morgenstunden getagt hatten, die beschlossene Osterruhe schon am Mittwoch von der Kanzlerin wieder zurückgenommen worden war und jede Menge Details aus der Sitzung über die Medien in die Öffentlichkeit getragen worden waren, gab es unter den Beteiligten eine breite Übereinstimmung, dass sich etwas ändern müsse. Negative Schlagzeilen und Kommentare waren mit einer solchen Wucht über die Politik hereingebrochen, dass der Druck, etwas zu ändern, viel zu hoch war, als dass alle entspannt in die Osterpause hätten gehen können.

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