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Ein Debakel mit Ansage

EIN KOMMENTAR Von Stefan Locke
22.07.2021
, 06:48
Die Thüringer Staatskanzlei
Für viele Thüringer Abgeordnete steht offensichtlich nicht das Land im Vordergrund. Seit der Landtagswahl 2019 haben nahezu alle Fraktionen ein Maß an Verantwortungslosigkeit und Führungsversagen an den Tag gelegt, das fassungslos macht.
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Thüringen betritt politisch wieder einmal Neuland. Nach Lage der Dinge wird der Freistaat nun bis zum Ende der Legislaturperiode 2024 von einer Minderheitsregierung geführt, die sich ihre Mehrheiten von Fall zu Fall in der Opposition suchen muss.

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Das hat es in dieser Form in Nachkriegsdeutschland bisher nicht gegeben, wird aber über kurz oder lang kein Einzelfall bleiben. Längst schwinden traditionelle Mehrheiten und Bündnisse auch in anderen Bundesländern, weil sich Parteibindungen lösen, die Zahl der Wechselwähler zunimmt, immer mehr Parteien der Einzug in die Parlamente gelingt und Koalitionen aus drei Partnern auch sehr unterschiedlicher Couleur inzwischen keine Seltenheit mehr sind.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Locke, Stefan
Stefan Locke
Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.
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