FAZ plus ArtikelFlutopfer im Ahrtal

Sie fühlen sich hilflos und vergessen

Von Stefan Tomik
11.09.2021
, 17:49
 Freiwillige Helfer Ende Juli im Ahrtal. Es waren mal mehr als 3000. Jetzt sind es nur noch gut 450.
Es kommen immer weniger freiwillige Helfer ins von der Flut verwüstete Ahrtal. Doch sie werden dort noch dringend gebraucht.
ANZEIGE

Auch Wochen nach der verheerenden Flutwelle im Ahrtal finden freiwillige Helfer noch Menschen, die abgeschnitten von jeglicher Versorgung in ihren Wohnungen ausharren. Eine Helferin erzählt, dass sie kürzlich eine 79 Jahre alte Frau im zweiten Obergeschoss eines Hauses in Bad Neuenahr gefunden habe. Die Frau habe auf dem Sofa gelegen und sei nicht mehr ansprechbar gewesen. Anscheinend hatte sie es nicht geschafft, sich an einem der Versorgungspunkte Essen und Hilfe zu holen. Der alarmierte Rettungsdienst habe sie ins Krankenhaus gebracht, wo sie am nächsten Tag verstorben sei.

ANZEIGE

Die Helferin ist eine Justizvollzugsbeamtin aus Nordrhein-Westfalen, die seit Wochen ehrenamtlich für den Helfer-Shuttle Ahrtal arbeitet, eine Initiative, die Freiwillige zu Arbeitseinsätzen dorthin bringt, wo sie gebraucht werden. Der Fall zeigt, dass es auf diese Helfer nach wie vor ankommt. Doch es sind immer weniger vor Ort.

Testen Sie unser Angebot.
Jetzt weiterlesen.
Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

Diese und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.S.
Stefan Tomik - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Stefan Tomik
Redakteur in der Politik.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot
ANZEIGE