Unionsfraktionsvorsitz

Schwacher Gegenkandidat stärkt Kauder

Aktualisiert am 09.09.2018
 - 14:48
Unionsfraktionsvorsitzender Volker Kauder
Dem Konkurrenten von Volker Kauder bei der Wahl zum Fraktionsvorsitzenden der Union werden kaum Chancen eingestanden. Abgeordnete sprechen in der F.A.S. von einer unglücklichen Kandidatur.

Volker Kauder kann bei der Wahl des Vorsitzenden der Unionsfraktion im Bundestag am 25. September mit einem guten Ergebnis rechnen, obwohl er erstmals einen Gegenkandidat haben wird. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (F.A.S.). Gegen Kauder, der von Kanzlerin Merkel unterstützt wird, tritt der bisherige Stellvertreter Ralph Brinkhaus an, dem jedoch kaum Chancen eingeräumt werden.

Die F.A.S. berichtet, dass in der Fraktion die Meinung vorherrsche, Brinkhaus habe die Sache unglücklich angefangen und so Kauder gestärkt. Die F.A.S. zitiert einen Abgeordneten aus der Fraktionsführung mit den Worten: „Er hat seine Kandidatur nicht mal mit einem Mann wie Jens Spahn abgesprochen.“ Ein CSU-Abgeordneter sagte der F.A.S.: „Ich glaube, er steht für niemanden, außer für sich selbst.“

Über Kauder heißt es in der Fraktion, er habe sich in den vergangenen Wochen sehr gekümmert und etwa alle sogenannten sozialen Gruppen innerhalb der Fraktion besucht, so die F.A.S. Vor allem aus der CSU hatte es immer wieder Kritik an Kauder gegeben, dem ein „selbstherrlicher Führungsstil“ angekreidet wurde. Auch hieß es, Kauder setze nur durch, was Merkel wolle und würge Debatten ab. Offiziell unterstützt die CSU-Landesgruppe Kauder. Ein junger CSU-Abgeordneter sagte der F.A.S. aber auch: „Es ist eine geheime Wahl mit zwei Kandidaten. Da wird sich mancher sagen: Warum nicht?“

Quelle: F.A.S.
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