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FAZ plus ArtikelEinwanderer aus Bulgarien

Was das Ruhrgebiet gegen Armutsmigration unternimmt

Von Reiner Burger
 - 07:24
Leben in Mülheim an der Ruhr: Eppinghofer Straße

Erika Lieske war sehr erleichtert, als es endlich wieder etwas aufwärts ging. Seit mehr als fünf Jahrzehnten wohnt sie mit ihrem Mann Hans schon im Mülheimer Arbeiterviertel Styrum, musste mitverfolgen, wie direkt vor ihrer Haustüre Krise auf Krise folgte, immer mehr Leute wegzogen. Sechzehn Jahre lang lebte das Ehepaar Lieske dann ganz allein im Jahrhundertwende-Haus am Ende der Straße. Zuletzt waren im Nachbargebäude sogar die Tür und die Fenster im Erdgeschoss zugemauert.

„Wir haben die Stellung gehalten, dafür gesorgt, dass nix verkommt“, sagt die alte Dame, lehnt sich etwas über die Brüstung ihres Küchenfensters und deutet auf die Rabatte vor dem Haus, wo ein Steingut-Hund, ein Gartenzwerg und andere freundliche Figuren Wache halten. Nach und nach zogen dann nicht nur über den Lieskes wieder Mieter ein, sondern auch im Nachbarhaus, das zwischenzeitlich ein Türke gekauft hatte. Lieskes Nachbarn stammen aus vieler Herren Länder. „Mit allen kommen wir gut aus. Nur mit einer Partei gab’s immer Probleme“, sagt die Rentnerin und deutet auf die Erdgeschosswohnung mit den heruntergelassenen Rollläden im Haus nebenan.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Burger, Reiner
Reiner Burger
Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.
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