FAZ plus ArtikelGrüne an der Regierung

Heißt von Stuttgart lernen siegen lernen?

Von Rüdiger Soldt, Stuttgart
07.05.2021
, 21:57
Gut zuhören: Annelena Baerbock und Robert Habeck während der Rede von Winfried Kretschmann beim Politischen Aschermittwoch am 17. Februar 2021
Nirgendwo haben die Grünen so viel Macht wie in Baden-Württemberg – und das seit zehn Jahren. Welche Schlüsse kann die Bundespartei aus dieser Erfahrung ziehen?
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In Baden-Württemberg sind die Grünen seit zehn Jahren die führende Regierungspartei. In keinem anderen Bundesland und auch nicht auf Bundesebene hatten sie jemals mehr Macht. Angesichts des medialen Hypes, den die Grünen und ihre Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock derzeit erleben, lohnt es zu fragen: Was können die Bundesgrünen aus Stuttgart lernen?

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Als Winfried Kretschmann vor zehn Jahren eine grün-rote Regierung bildete, konnte er ebenso wenig echte Regierungserfahrung vorweisen wie heute Annalena Baerbock. Das haben beide Politiker gemeinsam, auch wenn die Führung eines Bundeslandes sich nur begrenzt mit der Kanzlerschaft in einer Industrienation mit 82 Millionen Bürgern vergleichen lässt. Kretschmann hat in seinem politischen Leben, anders als Baerbock, allerdings viel Zeit gehabt, sich Regierungstechniken abzuschauen. Als Oppositionspolitiker beobachtete er über Jahrzehnte CDU-Politiker und Ministerpräsidenten wie Lothar Späth und Erwin Teufel. Mit Unterbrechungen war Kretschmann mehr als zehn Jahre lang Fraktionsvorsitzender im Landtag.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Soldt, Rüdiger
Rüdiger Soldt
Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.
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