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FAZ plus ArtikelVor 30 Jahren

Das Ende der Stasi

Von Frank Pergande, Berlin
 - 13:23
Das verwüstete ehemalige Amt für Nationale Sicherheit der DDR im Stadtteil Lichtenberg im Osten von Berlin am Abend des 15. Januar 1990.

Der Sturm auf die Zentrale der DDR-Staatssicherheit am 15. Januar 1990 in Berlin hatte eine längere Vorgeschichte. Er kam deshalb auch nicht allzu überraschend. Schon seit Anfang Dezember waren einige der Kreis- und Bezirksverwaltungen der Staatssicherheit überall in der DDR von Bürgerrechtlern besetzt worden. Der Anlass dafür war Rauch aus den Schornsteinen, dazu der Geruch von verbranntem Papier. Schnell sprach es sich herum: Die Staatssicherheit zerreißt und verbrennt ihre Akten. Die Bürgerrechtler wollten das verhindern und griffen ein.

Gleichsam das Muster dafür war die Besetzung der Stasi-Bezirkszentrale in Erfurt am 4. Dezember 1989. Es folgten Leipzig, Suhl, Rostock. Überall bildeten sich Bürgerkomitees, die fortan diese Einrichtungen rund um die Uhr bewachten und damit begannen, die Akten zu sichten. Die Staatssicherheit wehrte sich nicht mehr, seit der Maueröffnung am 9. November war ihr Schicksal ohnehin besiegelt. Zumal es die eigentliche DDR-Staatssicherheit, als „Schild und Schwert der Partei“, der SED, auch schon gar nicht mehr gab. Seit dem 17. November 1989 war der DDR-Geheimdienst in „Amt für nationale Sicherheit“ umbenannt. Der gefürchtete frühere Stasi-Chef Erich Mielke, der seit 1957 den Dienst geführt hatte, stand genau wie die anderen Politbüromitglieder einschließlich Erich Honecker in ihrer Siedlung in Wandlitz unter Hausarrest.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Pergande, Frank
Frank Pergande
Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.
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