FAZ plus ArtikelFallsterblichkeitsrate

Wie tödlich ist Covid-19 in Deutschland?

Von Sibylle Anderl
04.04.2020
, 21:32
Permantent im Einsatz: Bestatter auf dem größten Friedhof Brasiliens, dem Vila Formosa in Sao Paolo
Der Anteil Verstorbener unter den Infizierten variiert international stark. In Deutschland ist die Sterblichkeit eher niedrig – aber sie steigt. Wie die Zahlen zustande kommen.
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Wenn man die Dynamik der Corona-Epidemie begreifen und Prognosen über verschiedene Maßnahmen und deren gesellschaftliche Konsequenzen anstellen will, dann ist eine Frage von zentraler Bedeutung: Mit wie vielen Toten ist zu rechnen? Oder etwas spezifischer: Wie lautet die Sterblichkeitsrate von Covid-19? Dass die Antwort sehr viel komplizierter ist, als die Frage selbst vielleicht vermuten lässt, ahnt jeder, der schon einmal einen Blick auf die internationalen Zahlen geworfen hat.

Der Verstorbenenanteil der Covid-19- Erkrankten ist auf dieser Grundlage zwar einfach berechnet: Man dividiert die Anzahl der in einem Land an Covid-19 Verstorbenen durch die offizielle Zahl Infizierter. Die so ermittelten nationalen Werte weichen aber erstaunlich stark voneinander ab: Während der Wert in Deutschland laut aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) mittlerweile auf 1,3 Prozent gestiegen ist, liegt er in Italien laut Europäischem Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) bei 12,1 Prozent. Andere Länder wie Schweden (4,8 Prozent) oder die Niederlande (8,6 Prozent) sind irgendwo dazwischen zu finden. Diese Streuung kann zwei verschiedene Ursachen haben: Sie könnte auf nationale Unterschiede zurückzuführen sein, etwa verschiedene Kapazitäten der Gesundheitssysteme oder unterschiedliche Altersstrukturen der Bevölkerung. Sie könnte aber auch auf der unterschiedlichen Ermittlung von Fall- und Verstorbenenzahlen beruhen.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenbild/ Sybille Anderl
Sibylle Anderl
Redakteurin im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.
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