FAZ plus ArtikelZensus 2022

Eine kleine Geschichte der Volkszählungen

Von Thomas Jansen
17.05.2022
, 06:28
Interviews zum Zensus 2022 starten am Montag
1300 Verfassungsbeschwerden und ein Bundespräsident, der die Angst vor dem Finanzamt nehmen will: Volkszählungen waren stets mehr als statistische Ereignisse.
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Am Sonntag hat in der Bundesrepublik zum sechsten Mal das begonnen, was der amerikanische Politikwissenschaftler Kenneth Prewitt einmal als „ein Drama im Zentrum unseres politischen Lebens“ beschrieben hat: eine Volkszählung. In der Geschichte der Bundesrepublik gab es zwar bislang nur einen Akt, der die Bezeichnung „Drama“ verdienen würde – die Volkszählung 1987, aber auch die anderen waren weit mehr als nur statistische Ereignisse. Schon lange bevor der „Datenschutz“ Einzug in den deutschen Wortschatz hielt, wurden Volkszählungen hierzulande von Misstrauen begleitet.

Um dem entgegenzuwirken, bat das Statistische Bundesamt Bundespräsident Theodor Heuss, für den ersten Zensus 1950 zu werben. In einer Radioansprache appellierte Heuss daraufhin an die Deutschen, den Fragebogen wahrheitsgemäß auszufüllen, nicht ohne zu versichern, dass sie dadurch keinerlei steuerliche oder anderweitige Nachteile befürchten müssten.

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Autorenporträt / Jansen, Thomas
Thomas Jansen
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