Kampf gegen Islamisten

Amerikaner dementieren Tod der Nummer zwei des IS

13.05.2015
, 16:45
Im irakischen Mossul beten Männer in einer Moschee vor einer Flagge des „Islamischen Staats“.
Die amerikanischen Einsatzkräfte im Irak haben die Tötung des stellvertretenden Chefs der Islamistenmiliz „Islamischer Staat“ dementiert. Zuvor hatten die Iraker gemeldet, Al-Baghdadis Stellvertreter sei bei einem Luftangriff der Anti-IS-Koalition gestorben.
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Das Einsatzkommando der Amerikaner im Irak hat vorherige Meldungen dementiert, wonach der stellvertretende Chef der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS), Abu Alaa al Afri, bei einem Luftangriff geötet worden sein soll. Das hatte der britische Rundfunksender „BBC“ am Mittwochnachmittag im Internet unter Berufung auf Angaben des irakischen Verteidigungsministeriums berichtet. Das Ministerium veröffentlichte ein Video, das einen Angriff aus der Luft auf ein Gebäude in einer dünnbesiedelten Gegend zeigte.

Al Afri, der auch als Abdul Rahman Mustafa Mohammed bekannt war, soll sich nach den von der „BBC“ zitierten Angaben in einer Moschee in Tal Afar aufgehalten haben, die von der von Amerika geführten Anti-IS-Koalition angegriffen wurde, sagte Militärsprecher Tahsin Ibrahim. Außerdem seien Dutzende weitere Extremisten, mit denen sich al Afar getroffen habe, bei dem Angriff umgekommen, so Ibrahim weiter.

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Das amerikanische Zentralkommando Centcom, das die Einsätze der US-geführten Militärallianz im Irak koordiniert, dementierte allerdings einen Angriff auf eine Moschee. Anders als von einigen Medien berichtet, habe die Koalition keine Moschee im Irak angegriffen, erklärte Centcom. Es lägen auch keine Hinweise vor, dass der IS-Vize al-Afari bei dem Angriff von Tal Afar getötet worden sei.

In den vergangenen Wochen habe es immer wieder unbestätigte Gerüchte gegeben, wonach al Afri übergangsweise die operativen Geschäfte des IS von Abu Bakr al Bagdadi übernommen haben soll, berichtet die „BBC“.

In der vergangenen Woche hatte das amerikanische Außenministerium ein Belohnung von bis zu sieben Millionen Dollar ausgelobt, für Informationen über al Afri, den das Außenministerium auch Abdul Rahman Mustafa al Qaduli nannte.

Die Terrormiliz hat jedoch im Osten Syriens Erfolge gegen das Regime erzielt und ist näher auf die historische Oasenstadt Palmyra vorgerückt. In heftigen Gefechten hätten die Extremisten östlich von Palmyra große Teile des Ortes Al-Suchna eingenommen, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch.

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Bei den Kämpfen seien mindestens 28 Anhänger des Regimes und 20 IS-Kämpfer getötet worden, hieß es weiter. Rund 100 Menschen wurden demnach verletzt. Der Oppositionssender Orient News meldete, das Regime habe in Palmyra Verstärkungen mobilisiert.

In der Region liegen wichtige Gasfelder, um die es schon seit Monaten immer wieder heftige Kämpfe zwischen Regimetruppen und dem IS gibt. Nach Angaben von Oppositionsmedien befinden sich in der Nähe von Palmyra außerdem Waffenlager der Armee. Die Oasenstadt zählt zum Unesco-Weltkulturerbe und wird bisher vom Regime kontrolliert.

Quelle: okü./dpa/AFP
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