Maßnahmen vorgestellt

Facebook will gegen gefälschte Meldungen  vorgehen

19.11.2016
, 19:23
„Der Papst unterstützt Trump“ - derlei gefälschte Meldungen kursierten während des amerikanischen Wahlkampfes auf Facebook. Nun will das Netzwerk doch gegen Fehlinformationen vorgehen und Mark Zuckerberg erklärt wie.

Facebook unternimmt erste Schritte, um gegen gefälschte Meldungen in seinem Netzwerk vorzugehen. Besonders während der Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten kursierten viele Falschmeldungen auf Facebook, darunter die Schlagzeile, dass der Papst Donald Trump als Präsident unterstütze. Noch vor wenigen Tagen hatte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg abgestritten, dass diese Meldungen irgendeinen Einfluss auf den Ausgang der Wahl hatten. Zudem sagte er, dass 99 Prozent der Geschichten auf Facebook korrekt seien. Nach wachsender Kritik, auch von Seiten des amerikanischen Präsidenten Barack Obama, hat sich Facebook nun zu ersten Schritten gegen die sogenannten „Fake News“ entschieden. Wie diese aussehen sollen, erklärte Zuckerberg in einem langen Statement auf seiner eigenen Facebook-Seite.

„Wir nehmen Missinformationen sehr ernst“, heißt es darin. Bisher habe man darauf vertraut, dass die Facebook-Gemeinde selbst Missinformationen melden würde. Doch die Probleme seien zu komplex. Zuckerberg stellte in kurzen Stichpunkten Maßnahmen vor, mit denen zukünftig gegen Fehlinformationen auf Facebook vorgegangen werden solle. Darunter: die bessere technische Erkennung von falschen Informationen, leichteres Melden durch die Nutzer, das Anbringen von Warnhinweisen, wenn eine Meldung als falsch eingestuft wurde, sowie die Verifizierung durch Dritte. Für diesen letzteren Punkt arbeite man derzeit mit Fact-Checking-Organisationen zusammen.

Zudem gab Zuckerberg an, dass das Verbreiten von Falschmeldungen mittlerweile zu einem Geschäft geworden sei. „Viele der Fehlinformationen werden durch Spam verursacht, mit dem Geld verdient wird“, schrieb Zuckerberg. Man wolle diese Fake-News-Wirtschaft durch geänderte Werberichtlinien stören, heißt es.

Quelle: marw./bloomberg
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